Montag, 27. Juni 2011

Blöd & Spon als Leitmedien & der Rest der Johurnaille folgt willig

»Der Wettbewerb um die Gunst der Konsumenten zwingt die privatwirtschaftlichen Medien, alles zu unterlassen, was die Instinkte und Vorurteile der Leser, Hörer und Seher stören könnte. Ja, um gar kein Risiko zu laufen, müssen sie immer noch ein Stück tiefer ansetzen. Axel Springer sieht das schon ganz richtig: Wer in diesem Business Erfolg haben will, darf nicht belehren, aufklären, fragen – er muß unterhalten, bestätigen, verdummen.«
Hermann L. Gremliza, in: "Betrug dankend erhalten", Konkret Literatur Verlag, Hamburg 1983. Also vor fast 30 Jahren. Gilt leider heute immer noch und immer mehr. Siehe aktuell auch hier.

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Mittwoch, 15. Juni 2011

You don't need a weatherman to know which way the wind blows

Muss ich jetzt doch noch ernsthaft Französisch lernen?
In Frankreich gibt's eine Internet-Zeitung, die funktioniert: MEDIAPART. Sie hat Erfolg und sie lebt tatsächlich nur von den Abonnenten, die sie lesen wollen, für 90 € per anno. Dort geht also das prima, was in Deutschland nicht funktioniert. Jedenfalls nicht so, wie die deutschen Verleger es wollen und (noch) tun. Und vor allem: MEDIAPART ist ganz ohne Reklame. Und sie ist gut, denn sie ist so, wie man sich guten Journalismus vorstellt. Und wünscht. (Die gute Qualität bestätigt jedenfalls die SZ, ich kann ja leider nicht gut genug Französisch).
Diese französische MEDIAPART-Online-Zeitung scheint sich an Karl Kraus zu orientieren? Dass Reklame in der Zeitung was Übles ist, hat KK bereits vor 100 Jahren erkannt.
Ich glaube, auch heute wollen gute Journalisten mit Reklame nix zu tun haben; sie lieben die Sprache und sie wollen aufklären, jedenfalls die Guten, nicht Korrumpierbaren. Und ich glaube, es gibt sie. Immer noch. Menschen werden ja nicht korrupt und als Lügner geboren.
Nur, Journalisten (und Leser) haben sich so stark an die Reklame gewöhnt, dass sie ihnen als selbstverständlich vorkommt, quasi als von Gott gegeben: ohne geht es nicht.
Nun sieht man, es geht. (Auch der "Le Canard enchaîné", ebenfalls im Nachbarland, ist ganz ohne Reklame und floriert; allerdings als Satirezeitung und im Internet hat er nur eine kleine Seite, die zum Abonnement der Papierausgabe aufruft).
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Man glaubt es kaum, weil man's nicht gewohnt ist: Reklame ist nicht notwendig. Nicht mal im Internet. Und wenn man mal nüchtern drüber nachdenkt: sie ist NIE notwendig, sie ist nur lästig, verlogen und sie verschandelt unsere Welt, sie macht unseren Gesichtskreis nur knallbunt, aber nicht farbig.

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Samstag, 21. Mai 2011

D**fe erste Sätze, Teil I

Bob Dylan hat in ein paar Tagen wieder mal Geburtstag und das ehemalige Nachrichtenmagazin schreibt dazu einen denkwürdigen ersten Satz:
"Geboren wurde er als Robert Allen Zimmerman - doch das war ihm egal."

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Freitag, 25. Februar 2011

Meine Hochachtung!

Es gibt da eine deutsche Popmusikkapelle, die mir - wie all die vielen anderen - recht egal ist. Doch plötzlich hab ich Hochachtung vor ihnen. Es geht allerdings nicht um Musik sondern um Haltung . Eine Haltung, die leider nur sehr sehr wenige "Prominente" - schon gar nicht Politiker wie Gutti und Mutti - haben.
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NS:
Keine Hochachtung: Nun ist auch die taz wieder mal eingeknickt und macht Reklame für ein böses Schmierenblatt, ...für 12000 Silberlinge. Gelb regiert die Welb.

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Dienstag, 8. Februar 2011

GLEICHNIS

Stuckrad-Barre hat das Zeitungsvollschreiben fein beobachtet. Er legt heute (in der WELT) einem Kultur-Ressortleiter dies in den Mund:
"Kaum ist eine neue Keksdose angebrochen, sind die Waffeln weg, und übrig bleiben immer diese Marmeladendinger. Eine neue Dose wird aber erst angebrochen, wenn auch die Marmeladendinger aufgegessen sind, die aber niemand von uns gern isst! Und genau so machen wir hier auch Zeitung, und das kotzt mich an!!"

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Dienstag, 7. Dezember 2010

Karl Kraus würde mitmachen.

Die offiziellen (deutschen) Mainstream-Medien kriechen leider immer noch ahnungsbefreiten Politikern in den Hintern. Ausgewogene, kluge und positive Artikel zu Wikileaks sind fast nur im Netz zu lesen, zum Beispiel hier.
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Or, in English here. And here.

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Freitag, 23. April 2010

z.B. SZ & SPON

Das Internet ist voll mit "lustigen" Fotos; sogar Webseiten "seriöser" Zeitungen bringen in - ihnen von irrgläubigen Buchhaltern und asozialen Reklamespezis aufgeschwatzten - lästigen Klickstrecken gerne "ulkig" gemeinte Fotos und nähern sich (nicht nur damit) dem Niveau der überreich vorhandenen weniger seriösen Presse.
Komisch sein und unterhalten: Die "Titanic" kann das meist besser & oft mutiger ...und Der Postillon ist sowieso viel lustiger.

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