Sonntag, 3. Juni 2018

Anno Juni 1773

Viele Leute bilden sich einen Musiker als ein Wesen ein, das immer an den Instrumenten sitzt und spielen soll. Da er für sie weiter nichts als ein Musiker sein, so erwägen sie nicht, dass er auch überdies ein Mensch und ein Bürger ist; dass er als solcher in einer Menge von Verhältnissen stehen kann, die ihm besondere Pflichten auferlegen; dass er auch Bedürfnisse hat wie andere Erdensöhne; dass er essen, trinken, Bewegung machen, ausruhen und schlafen muss; dass man zuweilen einen oder mehr Tage der Gesellschaft aufopfern muss, mit der man lebt; dass man nicht immer wohl oder doch nicht immer aufgelegt ist, zu komponieren oder zu spielen. Aber all dies kommt bei den meisten Musikhörern in gar keine Betrachtung. Sie sind gewohnt, sich einen Musiker, der die Ehre hat, sie zu unterhalten, als einen Sklaven vorzustellen, der nur zu ihrem Dienst erschaffen ist; und sie sind ebensowenig geneigt, ihm irgendeine Entschuldigung, so rechtmäßig sie auch sein mag, gelten zu lassen.. . . . . . . . . . .. . . . . . . . . . .. . . . . . . . . . .. . . . . . . . . . . (Christoph Martin Wieland)

(Nun ja, ganz so streng und egoistisch ist das Publikum inzwischen (meist) nicht mehr. Und natürlich schrieb Wieland vor nunmehr 245 Jahren nicht von Musikern, sondern von seinen Kollegen, den dichtenden und philosophierenden Schriftstellern. Es passt aber auch aufs wunderbarste ins musikalische Umfeld).

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Simple truths, pt. 38

Du sollst nie etwas Größeres auf etwas Kleineres stellen. . . . . . . . . . . . . . . . . (Valentin Braitenberg)

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Mittwoch, 30. Mai 2018

notabene

"Irgendeine Eselin von irgendeinem Rundfunk erzählte..." . . . . . . . . . . . . . . . (Peter Hacks, in einem Brief)

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Donnerstag, 24. Mai 2018

p.c.

Politische Korrektheit ist die letzte Zuflucht für den Lump von heute. . . . . . . . . . . . . (Dushan Wegner)
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Dienstag, 22. Mai 2018

Simple truths, pt. 37

Der Himmel kann tun was er will, ohne dass ihn jemand daran hindert, besonders wenn es regnet. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . (Cervantes)

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Samstag, 19. Mai 2018

Simple truths, pt. 36

Je größer die Kennerschaft, desto höher der Genuss. . . . . . . . . . . . (Jean Anthelme Brillat-Savarin)

aber:

Kennerschaft zerstört die Unschuld im Genuss. ... Nur der absolute Kenner, der mit der Tiefe seiner Kennerschaft eine Weisheit gewinnt, die ihm die Ursprünglichkeit der ersten Anfänge wiederschenkt: er kann wissen und genießen.. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . (Barbara Sichtermann). . . (& Heinrich von Kleist)

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Dienstag, 8. Mai 2018

Simple truths, pt. 35

Nichts können, aber laut sein. Diese Korrelation gibt's auch bei Musikern.

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Samstag, 21. April 2018

Simple truths, pt. 34

Hauptsache es schmeckt und man friert nicht.

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Mittwoch, 18. April 2018

Simple truths, pt. 33

Wenn Politiker, Lobbyvertreter und Medien etwas ganz besonders anpreisen, sollte man die Fensterläden schließen und von drinnen laut NEIN rufen. . . . . . . . . . . . (Kommentar beim Don, einst)

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Samstag, 14. April 2018

Simple truths, pt. 32

Man darf sich nicht einschüchtern lassen von Zuschreibungen, die das Denken verhindern sollen. . . .. . . . . . . . . . . . . . . .. . . . . . . . . . . . . . . .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. . . . . . . . . . . . . (Rüdiger Safranski)

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