Dienstag, 18. Juli 2017

Unsere Journaille

Im Kulturradio des RBB läuft gerade eine astreine Jazznummer aus den sehr frühen Fifties aus Frankreich (Boris Vian: C'est Le Be-Bop). Gar nicht mal so schlecht gesungen vom Alleskönner Henri Salvador mit sehr guter Begleitung vom Jack Dieval Trio. Man hört eine Bebop-Nummer, sehr deutlich angelehnt an Dizzy Gillespies "Oop-Bop-Sh'Bam". Soweit so gut (besonders der Pianist).
Die Ansagerin kündigt das treuherzig & wortreich an, als damaligen "neuen Groove des Rock'n'Roll, C'est Le Be-Bop ist so einer der Songs."

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Sonntag, 16. Oktober 2016

Dampfgeplauder

Wieviel Geschwurbel, leeres Daherreden, Anmaßung & Blödsinn steckt in diesem schlichten Satz der Ansagerin, gerade eben im Kultur(!)radio des RBB: "Verdi hielt Rigoletto für eine seiner besseren Opern."

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Montag, 20. Juni 2016

Kultur im Radio

Der meistgehörte Satz in Kultur-Sendungen ist der mit dem eingeschränkten Superlativ:
"[XYZ; meist völlig unbekannt] gilt als einer der bekanntesten [Beruf/Tätigkeit]..."

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Donnerstag, 6. November 2014

Flamenco?

Django Reinhardt wurde gerade in den 12-Uhr-Nachrichten des "Kultur"(!)radios allen Ernstes als "Meister des Flamenco" bezeichnet.

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Samstag, 4. Januar 2014

109 vs. 106

Gerade kam in den stündlichen Radio-Nachrichten eine sehr positive Meldung über stark gestiegene Vinyl-Umsätze. Der CD-Anteil ist laut Deutschlandfunk um einige Prozente gesunken, aber Vinyl ist von 4½ auf 6 Millionen gestiegen.
Da steigt das Herz des Vinyl-Liebhabers und das ist wohl vom Nachrichten-Texter so gewollt, wenn er bewusst in dem einen Fall (CD) ein paar negative Prozentpunkte erwähnt, im anderen (Vinyl) dann aber eine Millionenzahl.
Wenn man's nämlich mal nachprüft, dann ist bei CDs von MILLIARDEN die Rede, bei Vinyl nur von einer einstelligen Millionenzahl. Zur Erinnnerung: eine Milliarde hat eintausend Millionen.
Mit anderen Worten, bei Vinyl handelt es sich um einen winzigen Bruchteil des Plattenmarktes, nämlich um etwa 0,5% der "anfassbaren" Musikmedien, also nicht besonders erwähnenswert; schon gar nicht in den offiziellen Nachrichten. Wenn man dann noch den Riesenmarkt von downloads und streaming dazurechnet, wird der Null-Komma-Bereich von Vinyl noch viel klitzekleiner und sowas von belanglos.
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Disclosure: Ja, auch ich liebe die Vinyl-Scheiben. Ich sammle sogar noch ein wenig Schellack-Platten. Aber ich bin weder blind noch doof.
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PS: Gibt's übrigens noch diese süßen Schallplatten aus Schokolade?

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Sonntag, 29. September 2013

... reden, sprechen ...

In einem lockeren, freundlichen Interview fragte die Radio-Journalistin die Popsängerin im Beamtendeutsch: "Wurde das kommuniziert innerhalb der Familie?"

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Donnerstag, 8. August 2013

"Mose Allison, der Jazz-Pianist und Sänger, der auch 'William Faulkner of Jazz' genannt wird"

Da ist sie schon wieder, eine dieser absurden, nichtssagenden und dämlichen Behauptungen(*) resp. die Nachplapperei & Abschreiberei, die vor Jahren schon jemand (M. Allison selbst?) folgendermaßen verulkt und richtiggestellt hat: "William Faulkner, der Schriftsteller und Nobelpreisträger, der auch 'Mose Allison of Writing' genannt wird."
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(* z.B. heute im Kulturradio von RBB)

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Dienstag, 22. Januar 2013

Fundsache:

"Das beliebteste österreichische Radio wird tagein, tagaus von Vollidioten moderiert." (Zitat nach Karl-Markus Gauß, um 1997).
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Ich kann (mit vier bis fünf Ausnahmen) von deutschen Sendern, auch und vor allem von TV-Sendern, Gleiches behaupten. Und zwar heute. Das "mediale Vollidiotentum" (Federmair) hat seitdem noch mehr um sich gegriffen und der Sinn für Peinlichkeit ist offenbar nicht nur den Machern sondern auch den meisten "Konsumenten" und "usern" abhanden gekommen. (Leopold Federmair schreibt's in der Literaturzeitschrift "Lichtungen", Heft 129/2012 noch umfassender. Online hier: http://bit.ly/Vrx1Ei).

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Donnerstag, 23. Februar 2012

Aufschneidersprache

Gibt es eigentlich auch Literatur- und ähnliche Preise, die nicht "renommiert" sind? ...frag' ich mal die unbedarften Nachrichten-Formulierer und -Vorleser im Kulturradio, Deutschlandradio Kultur und Deutschlandfunk. Außerdem... nunja... ist da dieser kleine Vierzeiler:

Der Peter war ein Renommist.
Ihr wisst vielleicht nicht, was das ist.
Ein Renommist, das ist ein Mann,
der viel verspricht und wenig kann.

(Erste Strophe aus: "Die Sache mit den Klößen." Erich Kästner, 1932(?))

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Mittwoch, 9. November 2011

Radio hören

Schade, hätt' ich das gewusst, hätt' ich's zuvor angekündigt. Nun leider nur nachträglich, denn die Sendung ging gerade zu Ende:
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Heute (08 November) im KULTURRADIO des rbb:
PLAYGROUND, 23:35 bis 00:00 Uhr
Am Mikrofon: Michael Seyfert
Klaus Schulze: "La Vie Electronique 10"
Diese Folge der Werkausgabe bringt auf drei CDs das Schaffen des Elektronik-Gurus von 1985 bis in die frühen 90er Jahre.

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Ja, er hat das nett angekündigt und er hat auch in der Sendung die Musik wie den Künstler mit netten Worten bedacht. Gespielt hat er zwei Teile aus "Unheilbar Deutsch" auf Disc 1 und von Disc 3 "Goodwill".
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Wieso ich das so ausführlich mitteile? Weil wir den "Playground" seit Jahren regelmäßig(!) Montags bis Freitags hören. Mal gefällt's, mal weniger. Hätt' nicht gedacht, dass er auch mal KS spielt, aber dass Seyferts Geschmack SEHR umfangreich ist, hatten Julia und ich durchaus schon mitbekommen.
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PS: Natürlich ist die LVE-Serie keine "Werkausgabe", sondern die Wiederveröffentlichung der Sets mit bis dato unbekannten (unveröffentlichten) Aufnahmen, die ich in den neunziger Jahren aus meinem Bandarchiv zusammenstellte und auf insgesamt 50 CDs (total: 63h & 58min) veröffentlichte. Aber das weiß ja eigentlich jeder...

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