Freitag, 7. September 2018

Journaille

Wenn man uns nur lange genug beschwindelt hat, dann neigen wir dazu, jeden Beweis für diesen Schwindel abzulehnen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. . . . . . . . . . . . .(Carl Sagan)

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Dienstag, 4. September 2018

Aus dem "The KS Circle" # 154 ... (Nostalgic recollection, pt. 4)

» ... In allen Kategorien der Kunst gibt es immer nur ganz kurze Aufbrüche, bei denen etwas Neues geschieht – und danach jahrelange epigonale Agonien. ...
... Die musikalische Entwicklung war stets auch eine technische, und es ging immer darum, die neue Technik zu beseelen. Jeder, der seinem Instrument das geben kann, was im Flamenco “El Duende” heißt, wird eine Existenzberechtigung haben.
«

Journalist: » ... Al Dente? «

» El Duende. Das ist der Geist, der die Musik durchdringt. «

(Dieter Meier/Yello am 1 Oktober 2009 im Interview mit der SZ)

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Freitag, 8. Juni 2018

Dreckskerle, die sich über ein politisch unkorrektes Wort mehr empören als über ein totes Kind.

. . . . . . . . . .. . . . . . . . . .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. . . . . . . . . .. . . . . . . . . . . . . . .(Dushan Wegner)

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Freitag, 20. April 2018

Das Gegenteil von Wahrheit ist die Reklame

Reklame in den Internet-Zeitungen des Springer-Konzerns sind "unentbehrliche Finanzierungsgrundlage, ... weil sie selbst auch Nachrichten sind." sagt Springers Anwalt zur Grundsatzentscheidung des BGH, die Reklameblocker erlaubt.
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Reklame und Zeitungen sind also dasselbe. Nicht nur bei Springer. Manche ahnten es, viele haben es seit "Ukraine" und dann noch Ärgerem mitbekommen und längst ihre Konsequenzen gezogen: man informiert sich eben woanders.
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File under: You can fool all the people some of the time, and some of the people all the time, but you cannot fool all the people all the time. (Abraham Lincoln)

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Dienstag, 6. September 2016

getroffen & versenkt!

Ein Potsdamer (früher: DDR) schreibt einen so kurzen wie trefflichen Kommentar zum Zustand der deutschen Presse:

"Schweizer Medien sind das neue Westfernsehen."
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Freitag, 5. Februar 2016

Zeugen eines Jahrhunderts

  • "...und nur die Presse zeigt, wie dumm nur die Presse sein kann." (Harry Rowohlt)
  • "Selbst die Nachrichten die nicht in den Zeitungen stehen, sind erlogen." (Kurt Tucholsky 1925)
  • "Die Menschheit ist durch den Text der Zeitung bereits derart verblödet, daß sie ihn ohne Bilder nicht mehr verstehen kann." (Karl Kraus 1924)
  • "Er lügt wie gedruckt." (Volksweisheit)
  • "Er ist dumm wie drei Journalisten." (Ich find die Quelle nicht mehr)
  • "Jedes Wort, das er [der Journalist] spricht ist Lüge." (K.K.). "Dergleichen ist heute, annähernd ein Jahrhundert später, fast Allgemeinplatz." (Eckhard Henscheid)

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Dienstag, 3. März 2015

Neben dem...

...altehrwürdigen und immer noch eindruckvollen Kreuzworträtsel "Um die Ecke gedacht" (seit 44 Jahren) gibt's neuerdings wöchentlich auch noch "Fischer im Recht", die sehr lesbare & verständliche Kolumne des Bundesrichters Thomas Fischer zu rechtlichen Fragen unserer Zeit in der ZEIT.
Beides ist ein Gewinn für die grauen Zellen. Den großen Rest, zum Beispiel und vor allem Metaphern-Theos Weitschweifigkeiten oder die Verlautbarungs-Kolumnen vom Joffe kann man in diesem Blatt weiterhin getrost vernachlässigen, ja: ignorieren.

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Mittwoch, 18. Juni 2014

And they really make a mess outta you

Eigentlich hab' ich mir nur das Kreuzworträtsel ausgedruckt (erscheint zwar erst morgen, aber wenn man in die www-Adresse der ZEIT anstatt der "25" die "26" eingibt, bekommt man es bereits heute). Egal.
Über was stolper' ich quasi nebenbei als alter Bob Dylan-Hörer? Über diesen Satz in der ZEIT:

"Bob Dylan trug auf dem Cover seines Albums Just like Tom ein grünes Hemd mit großen weißen Punkten."

Hä? So unsinnig wie unwichtig diese Mitteilung auch sein mag, ich hab auf jeden Fall noch nie von "seinem Album Just like Tom" gehört; hab' ich womöglich das neue Album verpasst?

Es gibt von Dylan den berühmten Titel "Just Like Tom Thumb's Blues", der 1965 auf dem nicht minder berühmten und heute klassischen Album HIGHWAY 61 REVISITED erschien. Immerhin: das Album ist die Nummer 4 der "500 Greatest Albums of All Time". Auf dem auch nicht unbekannten Foto des Album-Covers von Daniel Kramer trägt Dylan unter einem glänzenden dunkelblauem Hemd mit farbigen Fantasiezeichnungen ein weißes Unterhemd mit einem "Triumph-Motorcycle"-Aufdruck; kein "grünes Hemd" und auch nix mit "großen weißen Punkten".

NS: Es gibt aber tatsächlich auch eine EP (irgendwann in irgendeinem Land erschienen) mit zwei aus dem HIGHWAY 61 REVISITED-Album ausgekoppelten je knapp 6 Minuten langen Titeln "Ballad of a Thin Man" und "Just Like Tom Thumb's Blues". Auf dem Foto der Papierhülle dieser 17 cm-EP trägt Dylan so ein grün-weißes Hemd. Und dieses weithin unbekannte, fast ein halbes Jahrhundert alte Foto auf einer genau so alten längst vergessenen EP, das ist allen Ernstes ein Grund für DIE ZEIT, heute einen neuen Modetrend zu verkünden? ...und dabei den herbeifantasierten Beweis auch noch völlig ahnungsbefreit zu velwechsern?!

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Donnerstag, 5. Juni 2014

'poetic justice'

"Den Vorwurf, die deutschen Medien würden die Digitalisierung verschlafen, kann ich wirklich nicht mehr hören." meint der von mir sehr geehrte Herr Schirrmacher (FAZ) am Schluss eines sehr ausführlichen Interviews in Horizont.net.
Ich erinnere mich noch sehr gut, wie "die deutschen Medien" feixten und noch nachtraten, als es der Musikindustrie vor etwa einem Jahrzehnt wegen dieser "Digitalisierung" an den Kragen ging. "Die deutschen Medien" haben damals der arg gebeutelten Musikindustrie in höhnischen & natürlich meist auch ahnungsbefreiten Artikeln vorgeworfen, dass sie "die Digitalisierung verschlafen" (!) hat. Und nun sind sie selbst dran, die deutschen Medien. Wegen der Digitalisierung und der Kostenlos'kultur' im Netz. Mein Mitleid hält sich in Grenzen. ... Achwas: ich tanze auf ihren Gräbern!

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Mittwoch, 23. Januar 2013

Faulty Fawlty

SZ Online schreibt gerade was über Zensur bei der Neuausstrahlung der berühmten (!) Serie aus der Mitte der siebziger Jahre: Fawlty Towers (von & mit John Cleese).
Für uns doofe Deutsche erklärt die SZ dann kurz die Hauptrollen in der Serie: "Es geht um die überforderten Hotelbesitzer Basil Fawlty und seine Frau Sybil, den Kellner Manuel, der kaum Englisch spricht, das hilfsbereite Zimmermädchen Polly und Bürgermeister Gowen, der Dauergast im Hotel ist."
Ich stutzte. Bürgermeister? Welcher Bürgermeister? Da gibt's keinen Bürgermeister als Dauergast.
Hätte die SZ-Hinschreiberin die Sendung mal gesehen, wüßte sie: es gibt als Dauergast einen etwas vertrottelten "Major Gowen" und dieser pensionierte Offizier (auch im Deutschen ein "Major") redet sogar manchmal militärischen Kokolores. Bürgermeister ("Mayor") war und ist er allerdings nicht (und wird natürlich weder im Original noch in der deutschen Version so genannt).

PS, viel später: Ich seh' gerade, die Autorin hat stillschweigend - also ohne Erklärung oder Entschuldigung - den eigenartigen "Bürgermeister" aus ihrem Artikel rausgenommen,

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