Samstag, 31. Dezember 2022

kurz & knapp (LXI)

''Meiner Ansicht nach ist Dylan ein Genie.''
''Oh, oh! Mit solchen Begriffen sollte man vorsichtig umgehen! Hast du mal was von Thelonious Monk gehört?''(Gerhard Henschel, "Bildungsroman")

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Montag, 26. Dezember 2022

In diesen Zeiten

Ich bin ja nun auch nicht mehr der Jüngste und langsam erreichen auch mich die lästigen Zipperlein des eigenen Körpers (das Herz?). Freunde raten mir natürlich: Geh doch mal zum Arzt. ... Aber wenn der mich alten Mann in die kalte Anonymität eines deutschen Krankenhauses überweist? Und es mir dann so geht wie wir aus diesem im Netz kursierenden traurigen aber auch angsteinflößenden und zornigmachenden Bericht der Sängerin Jule Neigel erfahren? Da kommt unsereins doch ins Grübeln, Zweifeln und man denkt, es ist wohl besser, sich dem natürlichen Lauf der Natur zu überlassen ("Die Natur hat immer Recht"). Man wird eben älter und irgendwann ist das Leben zu Ende... aber bitte ohne bürokratische Quälereien.

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Sonntag, 25. Dezember 2022

Apropos Mode

Wer eher ein vernunftgesteuerter Typ ist, für den ist Mode zwangsläufig ein Buch mit sieben Siegeln. Während langer Phasen in der Geschichte -- vielleicht der meisten -- scheint es, als sei Sinn und Zweck von Mode einzig und allein gewesen, so lächerlich wie möglich auszusehen. War die Kleidung dann auch noch so unbequem wie möglich, war der Triumph perfekt. (Bill Bryson)

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Montag, 12. Dezember 2022

From an older issue of "The KS Circle" ... (Nostalgic recollection, pt. 37)

Mehr Fundsachen aus letzter Zeit, hier noch rasch verewigt bevor ich sie beiseite lege (Bücher) oder wegwerfe (Zeitungen & Notizzettel):

“...während inzwischen jeder Elektronik-Titel, der auf sich hält, ein fesches Gitarrensample braucht...”

“Und meist wird Musik nur gemacht, damit sie ein Geschäft wird.”

Über das Sampling in der Popmusik, oder “die möglichst dreiste Inszenierung von Fundstücken”: Man nehme je zwei mehr oder weniger klassische Pop-Hits, gleiche das Tempo durch neueste Software an, cutte die überstehenden Ränder - fertig. Durch Stilbrüche ist die bürgerliche Gesellschaft nicht mehr zu schocken, bloß noch durch Urheberrechts-Verletzungen. (SZ)


Das bürgerliche Feuilleton, das sind die, die es immer erst begreifen, wenn’s kommerzialisiert ist.

“Sogenannte Frauenmusik höre ich mir eh nicht an. Auch keine Musik von Minderjährigen.”(Peter Hein, “Fehlfarben”)

Ob es irgendwo nichts gibt?

Es gibt Theologen und Religionsphilosophen, die den ganzen Tag denken und lesen. Abends hören sie Musik - und dann fragen sie sich, warum sie sich ihr Leben lang so mühen und doch nur Millimeter der Erkenntnis vorankommen, wenn in der Musik ohnehin alles viel besser gesagt ist.(DZ)

“Wenn man die Technik nicht absolut beherrscht, bleibt es Spielerei. ... Man sollte von der Technik überhaupt nichts merken.”(George Cukor)

“Musik ist eine Sprache, die wir verwenden und verstehen, nicht jedoch übersetzen können.” (Eduard Hanslick)

“Viele Leute verwechseln den Kauf einer CD mit dem Kauf von dessen Inhalt.”(Frei nach Schopenhauer, der natürlich von ”einem Buch” sprach)


Dazu auch Ralph Waldo Emerson: “Der Geschmack des Apfels liegt weder im Apfel selbst - der Apfel kann sich selbst nicht schmecken - noch im Mund des Essenden. Zwischen beiden ist ein Kontakt nötig. Das gleiche geschieht mit einem Buch...”
... ich ergänze auch hier: und mit einer CD.

“Von einem gewissen Punkt gibt es keine Rückkehr mehr. Dieser Punkt ist zu erreichen.” (Franz Kafka)

“Die Bewunderung gilt (heute leider) dem Originellen, nicht dem Wahrhaftigen.”(Susan Sontag)

“Traue der Kunst - aber nie dem Künstler.”(Jürgen Roth, “Ganz reale Verbrecher”)

“...lassen sich Hunderte schaumschlägerischer oder einfach nur stumm unbegabter Künstler von staatlichen Stipendien durchfüttern.”(SZ)

“Originalität allein genügt aber nicht. Es muss die kritische Fähigkeit hinzukommen, die unsinnigsten Einfälle gleich wieder auszufiltern.”

“Ohne Stil wird das Phantastische das Banalste von der Welt.”(Bernd Eilert)

And in addition: “Style should be plain” (Der Stil sollte schlicht sein) (Borges)

I don't make music myself, at least not professionally. I believe that the many music I am listening to is more important to me than the music I would play myself. I can and I do listen to all the music that I like, ...but I could not play what I would like to play, because a musician can only play music that he is able to play.(based on an idea of J.L. Borges)

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Montag, 5. Dezember 2022

Musik

"Wer fähig ist, einem Musiker und seiner Musik wirklich zuzuhören, nämlich ohne Fragen, ohne intellektuelle oder moralische Resultate zu erwarten, in einfacher Bereitschaft, das aufzunehmen, was der Musiker gibt, dem geben diese Werke in ihrer "Sprache" jegliche Antwort, die er sich nur wünschen kann. . . .
Musik "deuten" ist ein Spiel des Intellekts, ein oft ganz hübsches Spiel, gut für kluge, aber kunstferne Leute, die Bücher über Negerplastik oder Zwölftonmusik lesen und schreiben können, aber nie ins Innere eines Kunstwerkes Zugang finden, weil sie am Tor stehen, mit hundert Schlüsseln daran herumprobieren und gar nicht sehen, dass das Tor ja offen ist." (Hermann Hesse, Brief von 1956)

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