Donnerstag, 16. Juli 2020

Literaturquiz

In Henscheids "Sudelblätter" soll laut "Register" (ausführlicher Namens-Index hinten im Buch) der Kollege "Uwe Nettelbeck" auf p. 338 erwähnt werden. Aber da taucht der Name - oder ein Bezug zu ihm - nicht auf, auch nicht auf den Seiten davor und danach und auch nicht auf 383...
Im Wiki-Eintrag zu Uwe Nettelbeck wird Henscheid erwähnt und auf sein "Sudelblätter"-Buch verwiesen: "Der zuvor von ihm angegriffene und bloßgestellte Schriftsteller Eckhard Henscheid zählte Nettelbeck zu denen, die Prestige daraus beziehen wollten, „sich a) als Karl-Kraus-Verweser zu gerieren ...(etc.)“ und dazu gibt's eine Fußnote: "Eckhard Henscheid: Sudelblätter. Haffmans Verlag: Zürich 1987"...
Nur, wie gesagt: in dem Henscheid-Buch von '87 ist da kein Nettelbeck auf p. 338 o.ä.; die einzige Erwähnung des Namens Nettelbeck find' ich nur im Index der 'Sudelblätter'. Und bei "Karl Kraus" aus dem angeblichen Zitat find ich im Index der 'Sudelblätter' die benachbarte Seitenzahl 337, aber auf der Seite ist auch NIX mit "Karl Kraus". (Ein paar Index-Stichproben mit anderen Namen waren alle okay).
Was ist oder war da los? Kann jemand helfen?

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Dienstag, 9. Juni 2020

Archie Goodwin berichtet lapidar, ironisch, trefflich

Abzugeben, kostenlos: Eine 5-Kilo-Kiste voll mit viel Genuss ausgelesenen Rex Stout Büchern. Dabei: 30 seiner 33 Nero Wolfe-Geschichten und ein paar mit den (halb so langen) Nero-Wolfe-Kurzgeschichten. Insgesamt sind's 33 Bücher (nur eins davon Hardcover). Abzuholen in Berlin-Lankwitz. Oder per Hermes-Kurier gegen Kostenerstattung (6 bis 10 €).
Bei ernsthaftem Gute-Krimi-Interesse bitte melden, kdm@posteo.de

PS, 18 Juli 2020: die Sammlung wird heute als Geschenk an die HAMMETT-Krimibuchhandlung abgeholt.

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Samstag, 11. Januar 2020

Bettlektüre, momentan
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Samstag, 7. Dezember 2019

Lesen & Hören (4) . .(resp. "Schöne Sätze")

...leider hatte er nie auf vertrautem Fuß mit der geheimen Bruderschaft des Menschenwerks gestanden, das unter dem Namen Technik läuft.(V. Nabokov)

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Lesen & Hören (3) . .(resp. "Schöne Sätze")

Hinter dem Bilderfenster schwebt eine durchscheinende Straßenbahn wie ein bunter Fisch in einem Aquarium vorüber.(V. Nabokov)

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Donnerstag, 17. Oktober 2019

Über Peter Handke

Seine „Publikumsbeschimpfung“ hab ich 1967 oder '68 im (relativ kleinen) Berliner Forum-Theater (Ku’damm Ecke Knebeckstr. im ersten Stock) als Zuschauer erlebt. Die Freundin und ich kamen etwas zu spät und wir drängelten uns an den schon sitzenden und beschimpften Zuschauern vorbei auf unsere Plätze. Die Schauspieler (hier besser: Textaufsager/Publikumbeschimpfer) am vorderen Bühnenrand nahmen uns Zuspätkommer sofort in ihre Tiraden mit auf, improvisierten also. Damals war’s für uns etwas peinlich, heut‘ bin ich doch ein wenig stolz, darüber berichten zu können.
Jahrzehnte später:
Allein schon, dass Handke in Sachen Serbien gegen die offizielle Linie verstieß, gefiel mir. Egal, wer Recht hat. Er hatte & zeigte jedenfalls Mut. Dass er zudem mit der deutschen Sprache besser umgeht als jeder „unserer“ Politiker und Parteibonzen …auch & gerade DAS spricht für ihn.

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PS
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PPS

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Montag, 11. März 2019

P.G. Wodehouse

Gibt es inzwischen (oder endlich) eine deutsche Übersetzung von P.G. Wodehouses "Ring for Jeeves" (1953)? (Die englische Ausgabe kenn' und hab' ich).
Soweit ich feststellen kann, ist das der einzige Jeeves & Wooster-Band, der noch nie ins Deutsche übersetzt wurde und der noch nie bei all den zig Ausgaben von Suhrkamp, Insel, Goldmann, dtv, Rowohlt, Epoca dabei war. Schlicht vergessen? Oder (wie bei einem Agatha Christie-Buch) ist da im Text irgendwas nicht Deutsch-p.c. genug? (soweit sind wir ja inzwischen, leider & wieder).

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Freitag, 8. März 2019

Bücherfresser

Das Leben ist so kurz! Selbst wenn Sie ein Bücherfresser sind, und nur fünf Tage brauchen, um ein Buch zweimal zu lesen, schaffen Sie im Jahre nur 70. Und für die fünfundvierzig Jahre, von Fünfzehn bis Sechzig, die man aufnahmefähig ist, ergibt das 3150 Bände: die wollen sorgfältigst ausgewählt sein!

Arno Schmidt: "Ich bin erst sechzig". Zitiert nach: Arno Schmidt Stiftung, Bargfeld, Hg.: Bargfelder Ausgabe. Werkgruppe I. Band 4. Zürich: Haffmans, 1987.

Nun, ich les' sehr viel, und das schon mit 5 Jahren (der Vater, Drucker, brachte mir druckfrischen Erich Kästner und Hugh Lofting mit). Und ich lese immer noch und bin bereits weit über Arno Schmidts 60. Und wie er lese ich manche Bücher auch mehrmals.
Nach seiner Rechnung hab ich also in meinem bisherigen Leben knapp fünftausend Bücher gelesen. Sogar das kommt mir viel zu wenig vor. Viele der Klassiker mussten warten (und manche warten noch heute) weil es andauernd reichlich Neues gab; auch "nur" Amüsantes, leider auch so manch' Irrtümer (c'est la vie) aus denen man aber auch lernt. Und: niemand zwingt mich, jedes Buch zu Ende lesen. Da warten noch so viele andere darauf, aufgeschlagen zu werden.
Lesen dauert.
Wie Musik. Auch die geschieht in der Zeit und erfordert ebensolche Zeit vom Hörer. Und bei diesem Medium hört man nicht nur ein oder zwei Mal zu, sondern weitaus öfter, wie jeder – nicht nur der Musikliebhaber – weiß. (Momentan: Carlo Bergonzi mit Puccini & Verdi). Nur beim Anschauen von statischer, "bildender Kunst" geht das Erkennen & Begreifen in der Regel viel schneller.

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Freitag, 21. Dezember 2018

Simple truth, pt. 52

Denn im Leben ist es nicht wichtig, dass wir eine Runde Applaus bekommen, wichtig ist, ob wir den Mut haben, etwas zu wagen, auch wenn der Erfolg ungewiss ist.
(Graf Rostov in Amor Towles' "Ein Gentleman in Moskau", p.470)

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Samstag, 21. April 2018

Lesetipp:
Alexander Lernet-Holenia: "Ich war Jack Mortimer"

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