Sonntag, 6. Februar 2011

One of these mornings...

A trumpet player on a chair on a little snow hill plays indeed Gershwin's "Summertime" in the center of St. Petersburg. And Julia made the snapshot two days ago.

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:-)
Oh, your dad is rich, and your ma is good-looking -
So hush, little baby, don't you cry...

(not any passer-by was wondering or smiling...)

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Die Ecke kenne ich gut, da war ich vor dem letzten Konzert proben in der Philharmonie.
Petersburg ist aber sowieso eine wunderbare Stadt. Aber meistens ist es ja so - wo man mal länger gelebt hat, die Stadt schätzt man auch besonders.

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***Die Ecke kenne ich gut, da war ich vor dem letzten Konzert proben in der Philharmonie.***

! :-)

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Anmerkung von mir: Fotografin Julia = Julchen = yulchen.

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Me! Me! Pick me !!!

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A propos Julia. Sie sagte mir gestern Abend etwas ebenso Schlichtes wie Wahres: "Lotte in Weimar ist ein tolles Schlafmittel."

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Keine Angst, ich habe nicht in der Philharmonie gespielt, sondern nur im Dom Kompozitorov in der Bolshaya Morskaya (Nähe Isaakskathedrale).
Aber ein Stück war zusammen mit einem Geiger des Petersburger Philharmonischen Orchesters, darum haben wir da geprobt.
Es war ein Stockhausen-Programm, darunter zwei russische Erstaufführungen.

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Klaus Schulze sollte wirklich auch mal in Russland spielen.
Die Frage ist nur, wieviel Geld dabei herausspringt.

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Professionelle Angebote gab es im Jahr 2010; Termine und Orte lagen schon fest. Es lag dann aber tatsächlich am Geld: Zuerst waren die Kosten kein Problem, als es aber ernst wurde (Vertrag und Vorschuss), machte der russischer Partner einen Rückzieher: es gäbe nun generelle finanzielle Probleme im Land, o.s.ä..
Außerdem gab's seit vielen Jahren immer mal wieder Angebote aus Moscow oder St. Petersburg, von netten Leuten (manchmal selbst Musiker, manchmal Fans) die ich aber nie 'seriös' nehmen konnte: wir arbeiten nur mit professionellen Konzertpromotern (...die aber auch manchmal..., siehe oben).

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Ja, ich habe bei meinen zwei Auftritten in Russland (2002 und 2008) unter dem Strich noch Geld draufgelegt.
Das kann man natürlich nur als Hobbymusiker machen, der davon nicht leben muss, nicht als Profi. Oder wenn letzteres, dann aus Freundschaft zum Veranstalter oder so.

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Kein Profi spielt "aus Freundschaft zum Veranstalter" umsonst.
Deswegen gibt's bei uns auch keine Konzerte "für Freunde" sondern nur mit professionellen Veranstaltern; beide Parteien wissen dann, was Sache ist.
"...oder so" - das kann's schon eher geben, ist aber auch selten. Bei KS kann ich mich nur an ein solch' Konzert erinnern: Im Babelsberger Radiosender 1997: "Die Klaus Schulze Nacht."

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Doch, gibt's schon. Der Veranstalter, wo ich in Russland gespielt habe, ist ja selber Komponist, und viele seiner Freunde machen da ihm zuliebe mit.
Natürlich kann das nicht der Regelfall sein, wenn man von Musik leben muss, das ist ganz klar.
Oder 2002 in Köln, ein langer Konzertabend aus Anlass des 90. Geburtstags von John Cage, da gab es auch kaum Geld, obwohl auch so einiges an Profis bzw. etablierten Namen aus dem Bereich der Neuen Musik dabei war. Darauf angesprochen meinte z.B. Deborah Richards: We do it for John.

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Für manche Konzerte gibt es viel Publikum, für manche Konzerte gibt es wenig bis kein Publikum. Ohne das zu werten: das ist schlicht so.
Die gerade erwähnten Künstler ohne (großes) Publikum machen es dann eben umsonst. Was bleibt ihnen übrig, wenn kaum einer kommt, der Eintritt dafür zahlt (und man zu den öffentlichen Töpfen keine Beziehung hat), man aber gehört werden möchte? ...außer die Hoffnung.
Manche Künstler verschenken auch ihre CDs oder Bücher, in der freudigen Erwartung, dass jemand von ihnen Notiz nimmt. ...und damit der große Stapel in der Wohnung endlich kleiner wird.
Sie vergessen dabei den Volksglauben: Was nix kostet, ist nix wert.
Tja, es ist nicht leicht, das Künstlerleben. Macht man etwas, was das große Publikum will, gibt's zig anderer Künstler, die das auch anbieten und man bekommt nur sehr mühsam Aufmerksamkeit oder man dringt überhaupt nicht durch. Macht man etwas außerhalb des Mainstreet, ist man zwar fast der einzige Anbieter, aber leider auch ohne Publikum.
Da muss man "gewitzt" den richtigen Weg finden, zudem viel Ausdauer und auch etwas Glück haben.
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Stimmt in dem Fall nicht ganz. In Russland war z.B. ein recht bekannter und etablierter Schlagzeuger aus der Schweiz dabei, der normalerweise für einen Auftritt das 20-, wenn nicht 50-fache von dem bekonnt, was er in Russland bekommen hat. Da ging's halt wirklich nur um die Freundschaft zum Veranstalter.
Bei mir ist es wiederum anders gelagert, ich mache nur noch die Musik, die mich interessiert und die mir Spaß macht. Ob da 10 Leute zuhören, 100 oder 1000, ist mir ziemlich egal. Ich würde auch spielen, wenn nur einer käme, würde sogar weiterspielen, wenn der eine noch rausginge. Und ich brauche das Geld halt auch nicht. Früher habe ich ja kommerzielle Musik gemacht zum Geld verdienen, Tanzmusik usw., würde ich aber heute nicht mehr machen, weil es mich auch anödet. Dass das reine Musikerleben nicht einfach ist, sofern man nicht schon einen bestimmten Bekanntheitsgrad erreicht hat, ist völlig klar. Möchte auch nicht mit den meisten Musikern tauschen, die ich kenne.

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"Mit dem Fleiße bringt ein mittelmäßiger Kopf es weiter, als ein überlegener ohne denselben. Die Arbeit ist der Preis, für den man Ruhm erkauft: was wenig kostet, ist wenig werth."
Von Balthazar Gracian, "Kunst der Weltklugheit" (1653), aus dem Spanischen Original treu und sorgfältig übersetzt von Arthur Schopenhauer.

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