Dienstag, 2. Mai 2017

Lese-Empfehlung

"Die Mettwurst der neuen Mitte wird heute offenbar aus Kichererbsen gemacht."

Immer gut lesbar, diese Kolumnen. "Männerläden" zum Beispiel.
. . . . So einen Laden gibt's hier auch (noch), nicht weit vom S-Bahnhof Lankwitz. Auch der hat diesen alten deckenhohen Holzschrank mit 360 Schubladen, die all die altmodischen Einzelteile enthalten, die ein Baumarkt schon lange nicht mehr führt, ja, die's eigentlich gar nicht mehr gibt. Hier schon. Zwischen S-Bahnhof Lankwitz und Lankwitz-Kirche, an der Leonorenstraße; das Haus aus dem Jahr 1926 ist sogar ein Berliner Baudenkmal.

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Mittwoch, 22. März 2017

Postmoderner Protz-Schrott

Beim häufigen Spazierengehen hier im Süd-Westen von Berlin sieht man viele schöne alte Häuser.
Aber leider auch neuere. Wenn sie nicht anspruchslos quadratisch und leblos sind, dann aber gleich das Gegenteil: Dieter Wieland nennt's "postmodernen Protz-Schrott". Diese Bezeichnung gefällt und passt. Sie gilt natürlich erst recht für Orte, die ich bewusst meide, als Stichwort mag hier "Potsdamer Platz" ausreichen.

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Donnerstag, 23. Februar 2017

Vor 90 Jahren schon erkannt

"... Es gibt auch keine Ware mehr, sondern nur noch Reklame, der wertvollste Artikel ist der am wirksamsten angepriesene: in dessen Reklame das meiste Kapital investiert wurde. Man bezeichnet all dies als Amerikanismus. ..." . . . . . . . . . .. . . . . . . .(Egon Friedell, Kulturgeschichte der Neuzeit, 1927)

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Samstag, 28. Januar 2017

trefflich, trefflich:

"Wer nicht weiß, dass das alles auch mal anders war, hält die heutige Klapsmühle für den Normalzustand." . . . . . . . . . . . .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. .. . . . . . (H. Danisch)
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Dienstag, 15. November 2016

A letter to the colonies...

"...because you're not grown up enough"

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Sonntag, 18. September 2016

verorten?

Plappermäuler (z.B. im Radio) benutzen andauernd das Wort "verorten". Wann kam's auf? Seit wann gibt's diese Mode? Welcher Dummschwätzer hat's zuerst benutzt? Und wieso machen's alle Labertaschen nach? immer noch und immer wieder.
Bei Grimm gibt's das Wort nicht.
Karl Kraus kannte es auch nicht.

Apropos Radio: Jeder dahergelaufene Sänger wird (ebenfalls die Frage: seit wann eigentlich?) jedesmal als "Singer-Songwriter" bezeichnet. Findet Ihr das wirklich immer noch schick und modern? Merkt Ihr nicht, dass das inzwischen so altbacken wirkt wie das verkehrt-herum-tragen des Baseball-Mützchens?

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Samstag, 23. Juli 2016

Der heutige Überfluss an Auswahl – egal ob bei Joghurt, Marmelade, Käsesorten, Weltanschauungen oder eben Musik – macht uns auch nicht glücklich. (Florian Aigner)

"Ja, ich trauer' der "guten alten Zeit" (™) nach, höchstwahrscheinlich eines der vielen Zeichen des Alters (oder der Reife?), ...als ich noch bei Besuchen in anderen Städten (zum Beispiel auf Tourneen) in jedem zufällig entdeckten Second-Hand-Laden die Grabbelkisten nach bestimmten Schallplatten durchwühlte... als es noch Platten & Plattenläden gab und die Platten noch richtiges Geld (DeMark) kosteten. Als man sein endlich erworbenes Album glücklich nach Hause trug, dann die Platte auflegte, anhörte, dabei das Cover betrachtete, den darauf abgedruckten Text las, ...und man bemerkte, dass die Pappe der amerikanische Alben-Cover anders roch als die deutsche, englische..." (kdm)

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Musik ist heute massenhaft und zudem noch (fast) umsonst jederzeit per Internet zu hören und zu bekommen. Auch von Sammlern einst gesuchte - weil längst vergriffene - Alben werden auf nicht wenigen privaten wie kommerziellen Webseiten zum meist kostenlosen (oder billigen) download dargereicht ...und als Ergebnis und Effekt kauft der Musikliebhaber gar keine Musik mehr auf sicht- und anfassbaren Album. Oder wie ich: kaum noch. Es ist ja alles jederzeit parat, am Monitor & PC, oder im Laptop, Ipod & in den Ohrstöpseln – man muss nur auf bestimmte Seiten gehen, da kann sich jeder aus einer riesigen Auswahl das rauspicken, was er gerade hören (und sogar sehen) möchte. Kein Regal muss mehr gefüllt werden mit teuren und nach langer Suche endlich gefundenen raren Platten; das Wohnzimmer bleibt schallplattenregalfrei, ...was zumindest die liebe Gattin freut, die sowieso nix damit anfangen konnte. Die bisherige Sammlung kann sogar verkauft (vulgo: zum Kilopreis verramscht) werden, oder sie landet barmherzigerweise & aus purer Nostalgie in Kisten verpackt im Keller (...hallo, Willy!). Tja, wahrlich moderne Zeiten.

(aus: THE KS CIRCLE # 221)

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Freitag, 22. Juli 2016

modern times

"Eine PR-Firma hat erst vor wenigen Monaten erklärt, dass sie eine Million Dollar dafür verwendet, Hillary Clinton ein positives Image in den sozialen Medien zu verschaffen. Ihr quasi eine Trollarmee aufzubauen. Was genau die Firma macht, weiß man nicht. Nach der Ankündigung sind viele Facebook-Seiten von Konkurrent Bernie Sanders zusammengebrochen."
(Simon Hegelich, Professor für Political Data Science an der Hochschule für Politik an der Technischen Universität München, im aufklärenden Interview. Kurz & deutlich hier.)

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Mittwoch, 13. Juli 2016

Über Marktschreierei

Fefe erwähnt gerade zu Recht ein "Marketing-Hipster-Geblubber". Dazu hab' ich auch was schönes in meiner ganz persönlichen Zítatensammlung:

"Für dumm verkaufen ist Marketing - an dumm verkaufen ist Vertrieb."

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Montag, 23. Mai 2016

impact

"Once you know how to push people’s buttons, you can play them like a piano."

(...explained by Google's "Design Ethicist", a stage magician(!), 2016)

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