Mittwoch, 8. Februar 2017

Johann Nestroy:

"Über die Armut braucht man sich nicht zu schämen, es gibt weit mehr Leut', die sich über ihren Reichtum schämen sollten."

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Montag, 2. Januar 2017

Peter Hacks

Ich schau' da immer wieder gerne rein, denn es ist beileibe nicht nur ein Kinderbuch: "Der Bär auf dem Försterball", mit Illustrationen von Walter Schmögner.

Zitat:
...und sein Bass war so tief wie die Schlucht am Weg,
in die die Omnibusse fallen.

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Sonntag, 9. Oktober 2016

Kaminer, seine Mama und sein...

Das neue Buch vom Kaminer:
Man wundert sich über den Großdruck und den großzügigen Zeilenabstand auf den 250 Seiten ...und rechnet nach. Als Vergleich nahm ich ein anderes Buch: Henscheids "Die Vollidioten", das ich dieser Tage wiederlas und das hier noch neben dem Bett liegt. ...grummel grummel ... wieviel Zeilen pro Seite, wieviel Anschläge pro Zeile ... grummel grummmel, Ergebnis: Der aktuelle Kaminer hätte bei "normaler" Druckgröße nur 137 Seiten, ...ist aber auf 250 Seiten aufgeplustert.

Obwohl's im Buch um Kaminers tolle alte Mutter geht ("Meine Mutter, die Katze und der Staubsauger" plus Foto von Mama vorne und hinten) und der launige Humor Kaminers mich - wie üblich - zum Lächeln brachte, ist an mehreren Stellen im Buch plötzlich & ausführlich vom pösen Putin die Rede und Kaminer wiederholt sämtliche Gemeinheiten, Unterstellungen und Halbwahrheiten über Russland, die man aus der deutschen Presse & ARD/ZDF seit "Ukraine" leider gewohnt ist (und die man seitdem meidet, diese Presse). Übrigens: kein Wort vom Kaminer zu USA & NATO.
Kaminer ist seit 26 Jahren in Deutschland und hat offenbar gelernt: hier lebt sich's (noch) am besten wenn man mit dem offiziellen Medienstrom schwimmt. Ähnlich wie ein berühmter "Liedermacher" aus der DDR, der's vorgemacht hat. ... Tja, die deutsche Tradition.

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Montag, 11. Juli 2016

Fundsache

"Die Dinge, die wachsen, machen kein Geräusch." ...schreibt (zitiert) Franz Grillparzer 1847 in sein Tagebuch.
Mein neuerlicher Dank an Uschi Bachauer, die mir vor 35 Jahren Grillparzers "Tagebücher und Reiseberichte" mit einer sehr lieben Widmung überreichte. Ich werd' heute Nacht wieder mal & gerne drin lesen. Zum Beispiel sowas: "Die Schurken sind immer praktisch tüchtiger als die ehrlichen Leute, weil ihnen die Mittel gleichgültig sind."

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Sonntag, 30. März 2014

Lesen bildet? Lesen kann amüsant sein!

Wer ein wirklich amüsantes, mitreißendes Buch im kommenden Urlaub lesen möchte, möge antiquarisch danach suchen (ich fand’s und bekam’s für 0,01 plus 3 Euro Porto); ich verspreche vier Stunden bestes Lesevergnügen (und zwar in einem Rutsch, so wie ich, der’s letzte Nacht einfach nicht aus der Hand legen konnte):
“Das Werden des jungen Leiters” von Klaus-Peter Wolf (1986, Büchergilde G., 270 Seiten).
Ich kam drauf, als ich wieder mal in in meinen Regalen kramte, hier und da blätterte und einiges wiederlas ...und in einem 27 Jahre alten “Der Rabe” (Nr. 17) diesen kleinen Lesetipp (Der Rabe rät: "...haarsträubend", "...kein noch so dreistes Klischee, keinen noch so abstrusen Handlungsstrang ausläßt") entdeckte. Das war nicht verkehrt. Jetzt steht's im Regal zwischen "Herr Lehmann" und (dem frühen) Tom Sharpe.

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Sonntag, 3. Februar 2013

Das ist fein bemerkt:

"Man soll beim Musikhören nicht dauernd lesen; schon eher umgekehrt." (Eckhard Henscheid)

Morgen hol' ich mir sein neues Buch vom Buchhändler meines Vertrauens.

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Dienstag, 21. August 2012

"Fest steht, dass das Publikum seit einigen Jahren keine oder fast keine Bücher mehr kauft."

Kommt mir bekannt vor, diese Anmerkung. Heute hört man dies Lamento immer wieder. Also nix besonderes.
Oder doch? Ich fand den Satz in Adrienne Monniers Buch "Aufzeichnungen aus der Rue de l'Odeon" aus dem Jahr 1937, man beklagte den Leserschwund also bereits vor 75 Jahren.

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Dienstag, 14. August 2012

Deutlich:

Houellebecqs "Plattform", das ich vor zwei Tagen mit dem Zettel dran: "zum mitnehmen" vorn an die Straße gelegt habe, liegt immer noch da.
Kempowskis "Somnia" vor einiger Zeit war im Nu weg.

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Donnerstag, 19. April 2012

Aha. (wieso - weshalb - warum?)

Jetzt weiß ich endlich, wieso zeitgenössische Romane aus Südamerika, die in den letzten Jahren in Deutschland (resp. in den deutschen Feuilletons) so sehr en vogue waren, ...weshalb die alle so lang sind, oder anders: warum diese Bücher so dick sind. Schon Robert Gernhardt hat vor langer Zeit darauf hingewiesen und sich über das Mirakel gewundert: von Jahr zu Jahr wuchs die Seitenzahl der ins Deutsche übersetzten Schwarten.
Habe gestern Nacht mal wieder in einem älteren Buch gelesen, da ging's um Literatur und das Lesen (Alberto Manguel "Im Spiegelreich",1998/'99). Das Kapitel "Der Mitwisser" beschreibt und bewertet die Arbeit von Lektoren. Und was les ich da: "In Lateinamerika ... ist der Autor sich selbst überlassen, und er darf den Roman zu beliebiger Dicke anschwellen lassen, ohne die Schere des Lektors zu fürchten." Also deshalb. Wissen das auch deutsche Feuilletonisten?

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Dienstag, 6. März 2012

"Wer einmal Donaldist ist, ist es immer."

Da auch ich darunterfalle (siehe das Zitat von Hans von Storch in der Überschrift), bringe ich hier gerne diesen Hinweis auf wichtige Auskünfte über Frau Dr. Fuchs, und zwar über & aus ihre/r Familie. Zack!
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PS: Der von Hans von Storch erwähnte "Hamburger Donaldist" und der "Donaldist" (bis Nr. 100) sind übrigens ebenfalls abzugeben.

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