Donnerstag, 25. Juli 2019

The KS Circle # 263

Eigentlich gibt's in den Sommermonaten Juli/August nur eine Ausgabe des THE KS CIRCLE, in anderen Worten: im August erscheint nix. Vor allem aus Urlaubsgründen, beim Schreiber wie bei den Lesern.
Anno 2008 und 2017 gab's aber doch & ausnahmsweise eine August-Ausgabe. Und auch in diesem Jahr wieder, sogar mit 16 Seiten; sie ging heute per Post an alle Abonnenten.
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The KS Circle is published monthly, except in July/August, when there is only one issue for both months. Normally. This year there's (another) exception, the August edition was just posted, even with 16 pages.

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Dienstag, 14. Mai 2019

From "The KS Circle" # 36 ... (Nostalgic recollection, pt. 14)
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kdm stutzt

"Am Anfang war Andacht und Meditation. Mit gekreuzten Beinen saß Klaus Schulze vor der Maschine, sein Körper war in weiße, wallende Gewänder gehüllt und das Haar fiel ihm in langen, dunkelblonden Locken [!] über die Schultern. Die riesige Maschine, vor der dieser deutsche Pop[!]musiker ehrfurchtsvoll [!] kauerte, sah aus wie die wandschrankgroßen Telefonvermittlungen in alten Hollywoodfilmen: Hunderte von Steck-verbindungen, Knöpfen und geheimnisvoll blinkenden Lämpchen. Moog-Synthesizer hieß dieses erstaunliche Musikgerät, mit der die Geschichte der elektronischen Popmusik begann. ... Und Pink Floyd, Genesis, Tangerine Dream und Klaus Schulze blubberten, zwitscherten und rauschten [kennt man inzwischen wirklich keine neuen Verben?] davon, in zuvor unvorstellbare Science-fiction-Klangwelten. Spätestens Mitte der Siebziger war solch bekiffte Hippiemusik jedoch nicht mehr zeitgemäß..." ("Konrad", Juni/July 1999, Deutschland)

Natürlich ist alles wieder mal nur halb richtig. Weder meditierte Klaus bei Konzerten – oder zuhause, wo er ganz genauso konzentriert vor den Instrumenten sitzt – noch hält er irgendeine ehrfurchtsvolle Andacht. Der gewählte Aufbau sowie Klaus' Sitzplatz waren einfach a) das technisch praktischste: schließlich muss alles miteinander verkabelt werden, und b) für KS das bequemste. Alle zu bedienenden Tasten und Regler mussten erreichbar, also maximal in Armlänge sein. Genau genommen war ich (als Roadie & Techniker) nicht ganz unschuldig an diesem Geräte- und Bühnen-Aufbau. Doch solch Normalität ist natürlich keine "Story" für ein buntes Magazin, das die Leser unterhaltsam bei der Stange halten und eigentlich nur an ihr Portemonnaie will. Zur Kleidung: In der Regel war Klaus normaler angezogen als viele im Publikum. Sollte er nackig auftreten? Oder mit Schlips & Kragen? Lustigerweise bemerkten andere Schreiber genau das Gegenteil der hier behaupteten, natürlich frei erfundenen "weißen, wallenden Gewänder": einen schlichten Overall, und fanden den unpassend und komisch. Was also nun? Das, was gerade zum launigen Tenor des jeweiligen Artikels passt? Und, da frage ich mal vorsichtig: was ist eigentlich mit der Realität, mit der altmodischen, äh, Wahrheit?? (Denkpause) Achja: Auch gehörten "Genesis" nie zu der Fraktion der Synthi-Gruppen... "and-so-on, and-so-on, and-so-on" (cit. Monty Python)
Im Grund isses nur eins: Solch’ Schreiber konnte und kann mit der Musik nix anfangen. Dies aber sinnvoll und gekonnt zu begründen und zu beschreiben, dazu bedarf es etwas mehr als die allermeisten der zur Popmusik abkommandierten Jüngelchen in den Redaktionen drauf haben.
Am Schluss des (ja eigentlich für diese Musik recht positiven) Artikels steht dann der schöne und richtige Satz: "Die Elektronik hat gesiegt." Irgendwie kommt mir der Spruch doch sehr bekannt vor; ich glaube, den erfanden und verwendeten wir schon vor zig Jahren für die KS-Werbung... [1979 für DUNE]
Thanks to the many (!) who have sent me a copy of that article. Oops, I mean: Mein Dank geht an all die treuen Seelen, die mir eine Kopie oder sogar die originalen Magazin-Seiten zugeschickt haben.

(PS 2019: Der Artikel entstand vor zwanzig Jahren)
(PPS: Mehr Kurioses gibt's in https://klaus-schulze.com/opinions/absurd.htm

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Samstag, 20. April 2019

The KS Circle # 260

The May Circle was just completed and will be posted after Easter, on the 23rd of April.

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Dienstag, 26. März 2019

From "The KS Circle" # 233 ... (Nostalgic recollection, pt. 10)

The Rhythm

From time to time I listen to some electronic music on the radio, I mean a music which is especially announced and introduced as today's "Electronic Music" in a special radio programme, and what do I hear, mostly? Generally from Germans? Always a very simple rhythm. Everytime. All tracks. Consistently just the stupid boom boom. Still in 2016.
Of the three essential parts that makes music: Melody, rhythm and harmony, the rhythm seems to me the easiest. Also the easiest to compute. But not even this they can handle in a way that brings some joy to the listener's ears and brain. Some of these musicians (or should I say home computer players?) still copy KS, which is okay; many of them have learned (consciously or not) from KS, which is also very much okay. But have they not listened to Klaus' often "tricky" rhythm? Or to any other rhythm that is a bit more advanced and interesting, more than what they offer to our ears? Take, for instance: Klaus' "Are You Sequenced?" or Olatunji's "Drums of Passion", or Santana... Even the 4/4 swing of the Count Basie rhythm section in 1938 was something they could learn a lot from (Freddie Green, Walter Page, Jo Jones).
Is it just too difficult for them to produce? Are they not able to create an appealing rhythm? Or are they satisfied with the simplicity (sometimes: stupidity) they offer, again and again, and only? And sometimes I also wonder about the radio journalist who presents these musicians and their titles; doesn't he realise the poorness of at least their rhythm?(Richard 'Myknee' Jones)

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Oder, wie Teddy Hecht zu "Techno" meint: »Früher hieß sowas 'Marschmusik'.«
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Mittwoch, 27. Februar 2019

Aus dem "The KS Circle" # 30 ... (Nostalgic recollection, pt. 8)

Achja, die "Electronic Music"... Jahrelang verlacht, negiert, ausser von ein paar Unerschrockenen wie du und ich :-) ... Schon im letzten The KS Circle habe ich ein paar Worte verloren über die – dank Techno – nun endlich stattfindende Korrektur = Electronic Music has finally won.
. . . ..Die Zeichen der Veränderung mehren sich; man merkt's an zig Kleinigkeiten: Zum Beispiel in einem Artikel über eine preisgekrönte Rock-Sängerin, die plötzlich meint: "Eine neue, elektronische Vision meiner Musik schleppte ich schon länger mit mir herum..." (tip, Berlin, 29.10.98, p. 204). Zum Beispiel das ehrwürdige, seit 25 Jahren stattfindende alljährliche Berliner "Jazzfest"; das hat diesmal "Jazz Chill Out"-Nächte mit im Programm. Zum Beispiel eine Werbefirma die mir schreibt (und wohl allen im Berliner Musikgeschäft tätigen): man will im Internet etwas für den Berlin-Tourismus tun, oder so ähnlich; völlig klar ist das ganze nicht. Bei deren Aufzählung diverser Musikstile kennen die zwar keine "Alte Musik" (die in Berlin recht rührig ist), auch der vielfältige Bereich des "Jazz" ist nicht genannt (auch der ist in Berlin nicht gerade klein), und einiges andere an Musikstilen fehlt ebenfalls total. Was diese Werbefirma an Musik kennt, respektive für werbewirksam hält, ist, ich zitiere: »...Rock/Pop & Mainstream, den Bereich "Electronic Underground" sowie die klassische Musik.« Na bitte. Wieso aber in Englisch und in Anführungszeichen? Man weiss so wenig.
.("The KS Circle" No. 30, end of 1998)

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Donnerstag, 24. Januar 2019

The KS Circle # 257

The February Circle has been posted.

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Sonntag, 13. Januar 2019

Aus dem "The KS Circle" # 250 ... (Nostalgic recollection, pt. 7)
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Das Wunder der wiedergeborenen Unbefangenheit

Klaus Schulze erwähnte früher manchmal Heinrich von Kleist (1777-1811), vor allem dessen Aufsatz "Über das Marionettentheater" hatte ihn berührt. Und dann ist da der lange erste Titel auf dem "X"-Album, "Heinrich von Kleist"...

Es geht in dieser Kleist'schen Publikation um Kennerschaft, um künstlerische Sachkenntnis. Es gilt ja allgemein der Satz und das Bewusstsein, dass große Kennerschaft quasi zwangsläufig einen größeren Gewinn an Genuss bedeutet ...und eigentlich NUR durch große Kennerschaft ein 'echter' Genuss erfolgen kann.

Auf der anderen Seite allerdings, da kann Kennerschaft durchaus auch die Unschuld im Genuss (und damit den Genuss) zerstören: ein 'Werk' wird differenziert, tranchiert, eingeteilt, analysiert, demontiert, zerpflückt, und der 'Kenner' wird dann schnell zum unsympathischen Beckmesser, Querulant, Nörgelfritze, Pedant, Besserwisser.

Denn, wie Kleist es im "Marionettentheater" aufgezeigt hat, nur der absolute Kenner, der mit der Tiefe seiner Kennerschaft auch eine Weisheit gewonnen hat, die ihm die Ursprünglichkeit der ersten Anfänge wiederschenkt, nur der kann wissen und genießen, ohne dass eins das andere stört oder gar zerstört. Kleist fragt: "...müssten wir wieder von dem Baum der Erkenntnis essen, um in den Stand der Unschuld zurückzufallen?" ...und er gibt auch die Antwort: "Allerdings; das ist das letzte Kapitel von der Geschichte der Welt." Nun ja...

Aber zur stillen Größe eines solchen Weltweisen bringen es die wenigsten von uns.

PS: In der Vergangenheit haben Julia und ich bei unseren Spaziergängen zweimal das Grab von Kleist (& Henriette Vogel) am kleinen Wannsee besucht. Inzwischen (2011) wurde dieser stille Platz aus seinem verträumten Dämmerschlaf inmitten verwilderter Natur geweckt und für touristische Besucher 'modernisiert'. Ja, mei...

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Samstag, 15. Dezember 2018

The KS Circle, No. 256

Überraschenderweise ist die neue (Januar 2019) Ausgabe des "Circle" heute schon fertig. Julia muss noch gegenlesen, ich natürlich auch (drei bis sieben Mal). Mal seh'n, ob ich das Heftchen noch in diesem Jahr versende... mitsamt den kleinen versprochenen Geschenken für einige "members", die weiterhin meine Faszikel lesen wollen. Achja, Briefmarken kaufen muss ich auch noch, und ausdrucken, eintüten...

The January Circle will come soon, probably even before Xmas. Together with the little present for those who renewed their membership in time, I will post it on 18th of December.

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Mittwoch, 21. November 2018

If you want the monthly THE KS CIRCLE in 2019

Wer im kommenden Jahr den monatlichen THE KS CIRCLE erhalten möchte, sollte sich jetzt melden. Mehr hier. More here, scroll down.

Current members will find a message in their December issue which I just have posted. This is the content:

  • Three more albums reissued on vinyl
  • Tangible media on shelves is more secure
  • Another long listing: all released interviews
  • Ein Lamento gegen den Strom der Zeit (Die Zeiten sind hart aber modern)
  • Yet another long list: records KS had not played on, but...
  • Next year's membership (and some free stimuli)

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Dienstag, 9. Oktober 2018

Nostalgic recollection, pt. 6

In autumn 1978, when the double album "X" was released, we could not foresee that it will be a historic milestone ...today, 40 years after.
Two reviews, printed in The KS Circle no. 82, when "X" had its 25th anniversary:

(*****) Electronic Music's Greatest Masterpiece.
The influence "X" has had on the current two generations of electronic artists/composers is beyond words but completely understandable. With this 1978 double album, Schulze reached the height of his creative powers, producing a work which bridges the gap between the so-called "progressive" jazz-rock of the day to some of the most original and profound electronic ambient music ever made. Officially titled "Sechs Musikalische Biographien", it moves from high-speed trance sessions like "Friedrich Nietzsche" and "Frank Herbert" to pieces inspired by the Western classical tradition ("Friedemann Bach" and "Ludwig II von Bayern"), to the unfathomable nightmare of "Heinrich von Kleist", which is arguably Schulze's finest half-hour ever. Fellow electronic composer Steve Roach has sited this album along with Schulze's "Timewind" for inspiring him to make a career out of making electronic music and it's simply no wonder as to why. Without question one of the truly great recordings of the past quarter-century in ANY field of music.


(*****) A Relentlessly Dark Oppressive Provisional Masterwork.
There are two rules to KS albums: 1) His best work is completely bleak 2) Almost ALL his compositions run far too long.
Nevertheless, "X" is arguably as good as he gets. If there is soundtrack to hell, personal or universal, this is it.
It all starts with "Friedrich Nietzsche", a 24 minute head rush that would have been just fine at ten or twelve minutes. I keep getting images of the "Dawn of Man" segment from "2001" in it's first few mintues. Still strikeing. "Frank Herbert" may be the ultimate road-rage soundtrack. "Ludwig II von Bayern" makes fantastic use of a full string orchestra in its first several minutes and is probably the best thing Schulze ever recorded. In fact, it's SO good I kept wondering why he never utilized more orchestral arrangements in his later albums. He seems a far better composer than performer. (Another curious note, none of the musicians for the orchestral sections of "X" are credited... seems a bit wrong.)
Those are the highlights.
I recommend this for those looking for some kind of Heavy Metal/Ambient/Neo Classical hybrid. (How's that for a description?) It's definately one-of-a-kind.


PS: The list with the names of the orchestra members were printed in the 'Circle'. Here it is again. The solo violin was played by B.Dragic and the orchestra was conducted by Wolfgang Tiepold.

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