Donnerstag, 30. März 2017

Rubikon

Der alte Molière konnte noch behaupten, wer am meisten lüge, komme in die Zeitung. Seit geraumer Zeit gilt: Wer am meisten lügt, ist die Zeitung. (...und nicht zu vergessen die von uns allen zwangsalimentierten Lautsprecher in ARD & ZDF) .
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Ich möchte auf ein dringend benötigtes neues Magazin aufmerksam machen: https://www.rubikon.news/
Auch ich wünsche den Machern alles Gute und viel Glück!

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"Das Englische ist eine einfache, aber schwere Sprache. Es besteht aus lauter Fremdwörtern, die falsch ausgesprochen werden." . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . (Kurt Tucholsky)
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"Every American child should grow up knowing a second language, preferably English." . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . (Mignon McLaughlin)

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Dienstag, 28. März 2017

Tempus fugit.
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Man ist 26, trifft seine Entscheidungen ...
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... und plötzlich ist man 71. . . . . .
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Mittwoch, 22. März 2017

Postmoderner Protz-Schrott

Beim häufigen Spazierengehen hier im Süd-Westen von Berlin sieht man viele schöne alte Häuser.
Aber leider auch neuere. Wenn sie nicht anspruchslos quadratisch und leblos sind, dann aber gleich das Gegenteil: Dieter Wieland nennt's "postmodernen Protz-Schrott". Diese Bezeichnung gefällt und passt. Sie gilt natürlich erst recht für Orte, die ich bewusst meide, als Stichwort mag hier "Potsdamer Platz" ausreichen.

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Freitag, 17. März 2017

why index titles? (as for instance in complete opera recordings)

Mr. Mueller has put some clever subdivisions on numerous longer tracks in the set [and else]. Some people may think it's useless, but in my opinion it helps to understand the piece structure and helps to better remember some passages in it. For example, in "L'opera aperta", the "Scherzi a parte" section is a strong one, but distinctive from the other ones (it's also a favorite one!). We have the precise moment and duration with kdm's subtitles. I'm also more attentive when each section changes. Just take a look at your cd player! The song structure is sometimes complex, evolutive, etc. It's also a great reason why I prefer the Ultima Editions albums in comparison with KS regular albums. I remember the "Vie de rêve" structure more easily than the "Dune" one, just because of these subdivisions.

(from a longer article by Frederic Letourneau from Canada, in The KS Circle from October 2001, about THE ULTIMATE EDITION; most of this 50-CD set's music was later reissues in La Vie Electronique, vol. 1-16.
The subdivisions and its (sub-)titles are all mentioned in detail on the covers or in the booklets of the CDs and sets (and in THE WORKS), but - because of space - not in the Schulze website discography)

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Montag, 13. März 2017

Der Verfall der Aura

....zurück zur Musik. Musik ist durch diese Schöne Neue Welt der digitalen Technik wertlos geworden. Zumindest gilt das für die reproduzierte Musik, also die auf einem Medium (zum anfassen! und ins Regal stellen) vervielfältigte. Heute kann jeder fast jede Musik jederzeit kostenlos aus dem Netz ziehen (wenn er nur ein wenig Ahnung hat, was meist meint: wenn er jung ist und sich für die Technik interessiert). Das ist "billig" im zweifachen Sinne. Ich merk's ja auch bei mir selbst: So manche der aus dem Netz mal eben runtergeladenen und auf CD-R oder Stick gespeicherten Alben hab' ich inzwischen wieder weggeworfen oder gelöscht: muss ich nicht haben und war ja sowieso kostenlos.

Und nebenbei: das gleiche wie der Musik passiert jetzt auch den Zeitungen. Gedruckte Blätter werden immer weniger gekauft und ihre Internet-Auftritte bringen keine Erlöse. Ich erinnere mich noch sehr gut: Die gleichen Journalisten, die noch vor 10 Jahren in ihren Feuilletons den Untergang des Musikmarktes (durch die digitale Revolution) hämisch kommentierten oder gar begrüßten ("Die Musiker und die Musikindustrie haben das Internet verschlafen"), denen geht es jetzt ebenfalls an den Kragen: diese privat sicherlich manchmal nette Zeitgenossen, deren Unwissen man aber nicht zuletzt daran erkannte, dass sie in jedem ihrer schadenfrohen Musikindustrie-Artikel den Musikverleger mit der Plattenfirma velwechserten oder gar gleichsetzten (und ähnliche ahnungsbefreite Schnitzer; aber jedesmal so tun als wären sie allwissend), die werden jetzt arbeitslos. Ebenfalls wegen Digital. Wegen des Verlusts der Aura, ihrer Aura, also hier: die allmorgendliche Zeitung & ihre Deutungshoheit. Schadenfreude nun bei mir? Aber ja doch!

Wir Alten sterben irgendwann demnächst weg. Unsere Zeit der analogen Musik (etc.) ist vorbei. Und sie wird auch nicht mehr zurückkehren, mögen die heute noch voneinander abschreibenden Kulturjournalisten auch regelmäßig das Revival der Vinyl-LP hinausposaunen (solange sie noch jemand liest). Nee, die alten Langspielplatten sind mittlerweile aus der Zeit gefallen wie die 78rpm Schellack-Scheiben oder Tonbänder und die dazugehörenden Plattenspieler und Tonbandgeräte. So sehr auch ich das bedaure, sie sind nur noch Gegenstände für (mir durchaus sympathische) Sammler, Nostalgiker und Kuratoren von Museen und Ausstellungen.

Und die heute jungen Menschen, für die das Heutige das Normale ist, was werden die erleben, wenn sie 65, 70, 75 Jahre alt sind? Werden die dann auch nur sagen "Früher war alles besser"? ...anstatt etwas genauer, wie ich jetzt & hier:

Früher war alles anders.

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(Quelle: Letzter Teil aus "Der Verfall der Aura", in: The KS Circle 218, pp. 8-11 & auf Seite 194 von "The Essence of The KS Circle, Vol.3")

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Montag, 6. März 2017

Für Radio-Hörer & Macher

"Wenn 100.000 Menschen Madonna hören wollen und 1 Mensch Anton Webern, muss man nicht 100.000 Stunden Madonna senden und 1 Stunde Anton Webern, sondern 1 Stunde Madonna und 1 Stunde Anton Webern. Da nämlich all 100.000 gleichzeitig hören können, kommen alle 100.000 Madonna-Freunde auf ihre Kosten und der Webern-Freund ebenfalls. DAS ist Demokratie."

(Urs Frauchiger "Brevier für Radiohörer", 1982)

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Sonntag, 5. März 2017

Aus: The Essence of The KS Circle, Vol. 3

Ich werde nicht jünger. Jünger hat man.

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Mittwoch, 1. März 2017

The Essence, Vol. 3

It's done: Vol. 3 of "The Essence of The KS Circle" is now (well, nearly) 'completed' in a raw version. At the moment it's still 266 pages, and contains the best of the issues # 178 to the recent (# 235), which is the period from January 2012 till now.

Before release, some re-reading must be done, the usual search for typos, also some corrections are maybe necessary, or some change of the pages' lay-out... the very usual things before it's really ready. Probably I will also include some of the coming Circle issue(s). Because for the Vol. 3 I strive for the same number of pages as its two precursors: 294. Aus Gründen. By the way: The text is the usual 'Circle' mix of German/English (my English, which is easily to understand for German readers).

The Vol. 1 (1995 to December 2003) and Vol. 2 (2004 to December 2011) are still available. From my own experience when going through the books, I can say: it's still an interesting, often astonishing, and sometimes even funny reading. Or, in my case: re-reading. Of course it helps, if there is some interest in KS and his exceptional career with the ups and some downs; ...and interest in Klaus' very special music, or in music generally, ...or in music's history, or certain parts of the music business. I am surprised myself if I read many of the old stories anew.

Included are numerous pics, showing not just KS and his instruments in studio or in concert (or privately), but also many historic documents, facsimiles, and... and... and...

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