Dienstag, 18. Juli 2017

Unsere Journaille

Im Kulturradio des RBB läuft gerade eine astreine Jazznummer aus den sehr frühen Fifties aus Frankreich (Boris Vian: C'est Le Be-Bop). Gar nicht mal so schlecht gesungen vom Alleskönner Henri Salvador mit sehr guter Begleitung vom Jack Dieval Trio. Man hört eine Bebop-Nummer, sehr deutlich angelehnt an Dizzy Gillespies "Oop-Bop-Sh'Bam". Soweit so gut (besonders der Pianist).
Die Ansagerin kündigt das treuherzig & wortreich an, als damaligen "neuen Groove des Rock'n'Roll, C'est Le Be-Bop ist so einer der Songs."

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"Früher war alles besser". (TM)

Dass "früher" alles besser war, ist eine Meinung, die seit den alten Ägyptern in jeder Epoche & von jeder Generation immer wieder behauptet wurde ...und wird.
. . . . . Wenn also immer alles schlechter wird, in jeder Generation geht's ja immer wieder erneut bergab! – dann müßten wir heute doch alle längst in der Hölle schmoren, erklärt Gerhard Henschel sehr anschaulich und mit historischen & literarischen Hin- und Beweisen schon im ersten Kapitel seines Buches "Menetekel - 3000 Jahre Untergang des Abendlandes" in der "Anderen Bibliothek", 2010.
. . . . . Auch Baldassare Castiglione hat im "Der Hofmann" (anno 1528) deutlich geschrieben: ..."dass der menschliche Verstand nicht erwägt, wie wir, wenn die Welt in der Tat von Tag zu Tag schlechter würde, und die Väter immer besser wären als die Söhne, schon längst an einem Punkt des Tiefstands angekommen sein müssten, wo es keine Verschlimmerung mehr gäbe."
. . . . . Und der Dritte im Bunde, jemand, den wir alle kennen und verehren, der brauchte dafür nur vier Wörter: "Früher war mehr Lametta."

Tja.

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