Freitag, 10. Juli 2015

Glückwunsch!

Gabriele Goettle, deren Texte ich gerne lese, auch wenn der Inhalt oft deprimierend realistisch ist (aber immer menschenfreundlich), hat erneut einen Literaturpreis erhalten. Sie hat's verdient.

Ich schau' wieder einmal in einen alten Band von ihr (*), erschienen 1991 bei Klaus Bittermanns "Edition Tiamat" und finde etwas sehr scharfsinniges, ja: prophetisches (so kurz nach der "Wiedervereinigung"):

"Es wird sich eines Tages noch erweisen, dass die aufwendige Durchfütterung von Politbonzen, Machtapparat und Staatssicherheit letztenendes billiger kam im Vergleich dazu, was man den neuen Bonzen und Institutionen nun wird hinblättern müssen; für ein bisschen Tinnef und dafür, dass jeder folgenlos das Maul aufmachen kann." . . . . . . . . . . . . . (* .Freibank, darin: "Der Osten ist tot")